Social Media – Fans und Kontakte für die Zahnarztpraxis?

In meinem letzten Blogartikel habe ich ja schon auf die Artikelserie hingewiesen, die ich für zwei Fachzeitschriften zum Thema „Facebook in der Zahnarztpraxis“ schreibe. Den ersten Teil könnt ihr vorab hier im Blog lesen. Der Artikel erscheint am 7.9. im Dental-Barometer und am 12.9. in der Recall.

Facebookseite Zahnartztpraxis Dr. Thomas Wietzorke / Münster-Hiltrup

Facebookseite Zahnartztpraxis Dr. Thomas Wietzorke / Münster-Hiltrup

Facebook: Nutzen, Chancen, Risiken!

„Eine Facebookseite! Muss ich die auch haben?“ Die Frage stellen sich immer mehr Zahnarztpraxen und sie ist eigentlich leicht zu beantworten. Nein – ein Muss ist der Auftritt im weltweit größten Kontakte-Netzwerk nicht. Aber strategisch richtig positioniert und professionell umgesetzt, ist die Facebookseite der Zahnarztpraxis eine sinnvolle Ergänzung bestehender Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen im Dialog mit der Öffentlichkeit. In unserer Reihe „Social-Media in der Zahnarztpraxis“ beschäftigen wir uns in primär mit dem Thema Facebook. Welche Chancen und Risiken für die Zahnarztpraxis sind damit verbunden? Wie baue ich meine Seite auf und mit welchen Inhalten gewinne ich neue Fans für meine Praxisseite? Welchen Nutzen haben andere Netzwerke wie Twitter oder XING für die Zahnarztpraxis?

Diese und andere wichtige Fragen werden beantwortet. Im ersten Teil geht es um erste Überlegungen und grundsätzliche Betrachtungen.

In Deutschland nutzen 23,7 Millionen Menschen – mehr oder weniger aktiv – ein persönliches Facebook-Profil (Quelle: allfacebook.de; Stand: Juni 2012). Da sollte es doch ein Leichtes sein, mit den eigenen Patienten oder mit potenziellen Neupatienten in Kontakt zu kommen. Was einfach klingt, ist in der Praxis mühsamer und aufwändiger, als in der ersten Social-Media-Euphorie gedacht. Natürlich ist ein eigenes Facebookprofil in wenigen Minuten eingerichtet und auch die Erstellung einer „Fanpage“, also der Seite für das Unternehmen Zahnarztpraxis, ist schnell erledigt. Aber damit ist es nicht getan: Im Gegensatz zur Homepage, die nach wie vor die Basis der Onlineaktivitäten für die Praxis darstellen sollte, dient die Facebookseite weniger der reinen Information. Sie ist in erster Linie ein Dialog-Medium mit der Herausforderung, regelmäßig neue – und die richtigen – Inhalte zu produzieren. Nur so bleibt die Seite bei ihren „Fans“ im Gespräch und die Themen und Botschaften der Praxis finden den Weg in die Nachrichtenströme der Facebooknutzer. Bis es soweit ist, stellen sich der Zahnarztpraxis einige grundlegende Fragen, die zunächst beantwortet werden müssen.

  •  Was ist das strategische Ziel der Praxisseite?
  • Welche Ressourcen stehen zur professionellen Umsetzung zur Verfügung?
  • Welches Wissen müssen wir uns aneignen?

Eine der entscheidenden Überlegungen vor der Umsetzung einer Facebookpräsenz ist die Frage nach dem Ziel. Warum und wozu möchte ich eine Facebookseite ins Leben rufen? In der Regel flankiert Social-Media die klassische Marketing- und PR. Hier sollte festgelegt sein, welche Ziele und Aufgaben durch die unterschiedlichen Maßnahmen verfolgt werden. Für die einen stehen Patientengewinnung und Patientenbindung im Vordergrund. Andere Praxen möchten sich als Spezialisten für bestimmte Behandlungen wie die Implantologie oder die Prophylaxe positionieren, oder primär das Image einer Qualitätspraxis festigen. Auch die Optimierung der Praxishomepage für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen kann ein wesentliches Ziel sein. Google bezieht die Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen immer stärker in die Bewertung von Internetseiten mit ein.

Unabhängig von Zielen und möglichen Ergebnissen einer Facebookseite ist die Frage der personellen und finanziellen Ressourcen ausschlaggebend. Nur wenige Praxen investieren in externe Partner und geben die Onlinekommunikation in die Hände professioneller Kommunikations- und Social-Media-Agenturen. In der Regel wird die praxisinterne Lösung bevorzugt, bei der Inhaber und/oder Mitarbeiterinnen die Facebookseite neben der Arbeitszeit mehr oder weniger strukturiert und regelmäßig mit Inhalten füllen. Wer Social-Media nur nebenbei betreiben kann, sollte eher drauf verzichten. Die tägliche Beschäftigung mit der Seite, die Suche nach möglichen Themen und deren Umsetzung sowie der Dialog mit den Fans benötigen Zeit und Wissen, das in den in den Praxen meist nur wenig vorhanden ist.

Welche Inhalte dürfen wir posten, ohne in Konflikt mit dem ärztlichen Berufsrecht oder dem Heilmittelwerbegesetz zu kommen? Wie sieht ein rechtlich unbedenkliches Impressum aus? Wie präsentiere ich die unterschiedlichen Inhalte meiner Seite? Wie kann ich meine Seiten auf Facebook und darüber hinaus bekannt machen? Wie regeln wir den Umgang mit negativer Kritik oder Bewertungen auf unserer Seite?

Viele Fragen, die es für die Praxis zu beantworten gilt. Umfangreiche Kenntnisse, die zwingend notwendig sind, um auf der Plattform Facebook erfolgreich zu agieren.

Facebook bietet die Möglichkeit eine Praxis ins Gespräch zu bringen, oder im Gespräch zu halten. Die Fans der Seite – und das sind nicht zwingend nur die Patienten – haben die Möglichkeit mit der Praxis und über die Praxis zu reden. Für die Praxis ist das eine große Chance und weniger eine Gefahr, auch wenn viele Unternehmer, nicht nur Zahnärzte, noch immer den Dialog aus Angst vor negativen Äußerungen auf der Seite scheuen.

Die Chancen und Möglichkeiten eines professionellen Facebookauftrittes sind zweifelsfrei vorhanden – bis es soweit ist, gibt es viel zu tun und zu entscheiden!

Der zweite Teil der kleinen Artikelreihe trägt den Titel: „Strategisches Konzept und erste Inhalte für die Facebook-Fanpage!“

1 Kommentare zu "Social Media – Fans und Kontakte für die Zahnarztpraxis?"

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