Web-Monitoring: Wissen, was andere (über mich) berichten!

„Wer in der Öffentlichkeit Kegel schiebt, muss sich gefallen lassen, dass nachgezählt wird, wie viel er getroffen hat. (Kurt Tucholsky (1890-1935)

Das Zitat des Schriftstellers erfährt in den gläsernen Zeiten des Internets sicher noch einmal eine ganz besondere Bedeutung. Menschen, Unternehmen, Institutionen, Parteien, Vereine sind online – und natürlich auch Zahnmediziner und Zahnarztpraxen. Sie tummeln sich im Internet auf Social-Media-Plattformen und der eigenen Homepage und bringen ihre Meinungen, Themen und Botschaften – mehr oder weniger professionell – unter das immer größer werdende Online-Volk! Die einen agieren dabei eher laienhaft autodidaktisch, andere bedienen sich professioneller Agenturen – mit deutlich höheren Kosten (die sich aber im Regelfall rechnen). Und es gibt tatsächlich immer noch die Klientel, die sich zu folgender Falschaussage hinreißen lässt. „Wir sind nicht im Internet!“ Auf die Frage, wann denn das letzte Mal nach dem eigenen Namen oder der Praxis gesucht („gegoogelt“) wurde, ernte ich dann zumeist ein „warum?“ – garniert mit dem entsprechend fragenden Blick.

grafik: parsmedia - Agentur für DentalMediale Kommunikation

Grafik: parsmedia – Agentur für DentalMediale Kommunikation und Markenbildung

Selbst ohne eigene Profile auf Facebook, oder XING und selbst ohne die eigene Homepage (gibt es noch) – alle Zahnarztpraxen sind mehr oder weniger im Netz. Man findet sie auf Bewertungsportalen und in zahlreichen Onlineverzeichnissen, automatisch eingetragen von diversen Datenbanken.  Letztlich ist es immer die Entscheidung des einzelnen Zahnarztes, ob er den aktiven Weg der Onlinekommunikation geht, oder nicht. Aber eine Minimalanforderung an die Nutzung des Internets sollte auch von strikten Verweigerern erfüllt werden: Wissen, was läuft! Jeder Unternehmer – und damit auch die Zahnarztpraxis – sollte wissen, ob und wie über die eigene Person oder die Marke im Netz gesprochen wird! Und warum sollen sich Patienten nicht über die Praxis im Internet unterhalten und austauschen? Nur weil der Zahnarzt selber keine eigene Facebookseite angelegt hat? Gehen Sie davon aus, dass sie es tun!

„Web-Monitoring“ gehört zur professionellen Kommunikation einfach dazu. Nur wenn ich weiß, wo über mich gesprochen wird, habe ich die Chance mitzureden – also in den Dialog oder die Diskussion mit Kunden / Patienten (oder auch den Medien) einzutreten.

Die „Beobachtungspflicht“ gilt natürlich nicht nur für die Zahnarztpraxis. Auch Dentallabore sollten wissen, ob sie, ihr Handwerk und ihre Produkte Gesprächsthema im Internet sind. Zudem ist das Online-Monitoring auch ein interessantes Trend-Barometer für den eigenen Markt und bietet die Möglichkeit,  den Wettbewerb und seine Aktivitäten im Auge zu behalten.

Monitoring dient vielen Unternehmen aber vor allem auch als Frühwarnsystem. Die Angst vor dem berühmten „Shitstorm“, vor negativen Bewertungen und Kritiken hält immer noch den einen oder anderen Zahnarzt von der aktiven Positionierung im Netz ab. Allerdings macht auch hier Verweigerung nicht unsichtbar.

Grafik: www.echobot.de

Grafik: www.echobot.de

Ich nutze für das Online-Monitoring die Plattform „echobot“, die mir einen umfassenden Überblick zu den von mir gewählten Suchbegriffen im Internet verschafft (das Print-Monitoring befindet sich hier noch in der Aufbauphase). Zudem kann ich Suchtreffer aus Online-Medien und Social-Media-Quellen direkt in meine Sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook und Google + teilen und direkt aus der Echobot-Anwendung heraus in meinem Namen kommentieren. Das System erlaubt mir zudem die komfortable Zusammenstellung von Suchergebnissen in Form eines Clippings – aus früheren Zeiten auch als Pressespiegel bekannt.

#tagcloud #echobot #topbegriffe

#tagcloud #echobot #topbegriffe

Wer zunächst ohne zusätzliche Kosten in das Web-Monitoring einsteigen möchte, der kann sich kostenfreier Tools (zum Beispiel: Netvibes) bedienen, die natürlich in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind. Die einfachste Form des Webmonitorings ist immer noch der gute, alte Google-Alert . Hier kann ich bestimmte Suchbegriffe festlegen und erhalte eine Benachrichtigung per E-Mail, wenn dieser Begriff von Google im Netz entdeckt wird.

Jeder Zahnarzt oder Laborinhaber muss natürlich entscheiden, inwieweit die Online-Beobachtung für ihn und sein Unternehmen relevant ist – aber völlig aus den Augen verlieren sollte man sie definitiv nicht!

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