Corporate Blog – der Infokanal für die Zahnarztpraxis!

Content Marketing oder Content Publishing sind nach wie vor ein brandaktuelles Thema der Onlinekommunikation. Auch Zahnmediziner nutzen mittlerweile die Möglichkeiten, Themen zu setzen und zum Experten für bestimmte Themenbereiche zu werden. In einer fünfteiligen Serie für das „Dentalportal ZWP online“ habe ich beschrieben, wie Zahnarztpraxen einen Blog –  neben der Homepage – als zentralen Kanal einer Content-Strategie nutzen können.  Hier findet ihr die Reihe noch einmal als kompletten Artikel.

 

Grafik: parsmedia

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„Be part of it“ – Homepage und Blog als Zentrale einer strategischen Praxiskommunikation im Internet!

 Die Gesellschaft ist „ON!“ – zu jeder Zeit und in (fast) jedem Alter!

In Deutschland sind knapp 55 Millionen Menschen online und die tägliche Nutzung des Internets steigt rasant an. Rund drei Stunden surfen Menschen aller Altersstufen im Netz und das immer mehr auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets (42%). Die Ergebnisse der aktuellen Onlinestudie (2013) von ARD und ZDF zeigen es deutlich: Das Internet ist das wichtigste globale, regionale und lokale Kommunikationsmedium. Es verbindet Menschen mit Menschen, Unternehmen mit Unternehmen, Firmen mit Kunden, Praxen mit Patienten – und umgekehrt. Insbesondere die Blogs, oder auch Weblogs, sind ideale Medien zur Bündelung aktueller Themen, fachlicher Informationen und Praxisbotschaften.

„Content is King!“ – die Aussage ist nicht neu. Auch die Erkenntnis, dass Themen für Aufmerksamkeit und Reputation sorgen, hat sich im allgemeinen Kontext von Onlinemarketing und Onlinejournalismus durchgesetzt. Wer etwas zu sagen hat, der kann seine Botschaften mitteilen. Dank moderner, digitaler Kommunikation wird der Einzelne zum Absender seiner zielgruppenspezifischen Kommunikation – via Homepage, Blog, Videokanal oder über soziale Netzwerke. Auch die Zahnarztpraxis wird via Onlineplattform zum redaktionellen Informationszentrum. Wer mit aktuellen Themen im Netz präsent ist, der profitiert mehrfach. Eine geschickte Verlinkung aktueller Nachrichteninhalte mit der eigenen Homepage steigert das Ranking in den gängigen Internetsuchmaschinen – also bei Google!. Emotionale Themen sorgen für Interesse und Aufmerksamkeit. Onlinekanäle bieten die geeigneten Systeme zur Verbreitung von Wissen und Information. Mit redaktionell und fachlich gut aufbereiteten Themen positionieren sich Zahnärzte auch außerhalb ihrer Praxisräume als kompetente Partner von Patienten, Medien und Industrie. Diese Form der medialen Wissensvermittlung schafft Vertrauen – vor allem auf Seiten der Patienten.

Eine zentrale Rolle spielt dabei nach wie vor die klassische Homepage: Ansprechend gestaltet, hochwertig programmiert und mit einer optimalen Usibility – Nutzerfreundlichkeit – ausgestattet. Dazu gehört beispielsweise das „responsive Design“, die optimale Sichtbarkeit und Erreichbarkeit aller Inhalte auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Nach wie vor ist die Praxishomepage für Patienten und Zahnarztsuchende die erste Quelle für Informationen rund um das Praxisteam, Behandlungsangebote und Serviceleistungen. Unternehmenspräsentationen in Netzwerken wie Facebook oder Google+ sind sicher kein Ersatz für die Homepage, aber eine sinnvolle und wichtige Ergänzung. Eine besondere Rolle nimmt hier das „Corporate Blogging“ ein. Der, oder das, Blog bündelt die aktuellen Informationen der Praxis, die dann – ja nach Definition der einzelnen Zielgruppen – über die diversen Online- und Offlinekanäle verteilt werden können. Der Praxisblog kann zum Teil einer erfolgreichen Kommunikations- und Informationsstrategie der Zahnarztpraxis werden – wenn die Umsetzung professionell und nach journalistischen Kriterien erfolgt!

Corporate Blogging“ – von den ersten Tagebüchern, bis zum Massenmedium!

„Ein Blog bündelt die aktuellen Informationen der Praxis, die dann – ja nach Definition der einzelnen Zielgruppen – über die diversen Online- und Offlinekanäle verteilt werden können. Der Praxisblog kann zum Teil einer erfolgreichen Kommunikations- und Informationsstrategie der Zahnarztpraxis werden – wenn die Umsetzung professionell und nach journalistischen Kriterien erfolgt!“

Der Blog (das Blog) ist keine kommunikative Neuerscheinung. Schon 1991 protokollierte WWW-Erfinder Tim Berners-Lee chronologisch die Entwicklung der neuen digitalen Technologie auf einer Internetseite am Kernforschungszentrum CERN. 1997 wurde der Begriff „Weblog“ erstmals von Jorn Barger verwendet. „Weblog“ ist die Kombination aus World-Wide-Web (Internet) und Log (Logbuch) – die Kurzform ist der (das) Blog!

In den Anfängen der Blogs wurden sie in erster Linie als eine Art Onlinetagebuch genutzt – vor allem für Reisende. Mit der rasanten Verbreitung der digitalen Kommunikation etablierten sich Blogs auf unterschiedlichste Art und Weise als eine Publikationsform für Jedermann. Es waren auf einmal nicht mehr nur die Journalisten und die Medien, die Meinungen und Themen setzen konnten. Insbesondere in Zeiten politischer Krisen oder dramatischer Ereignisse, wie der Terroranschlag auf das World-Trade-Center, nutzten Menschen, Organisationen und Institutionen die neuen Möglichkeiten eigene Inhalte weltweit zu produzieren.

Blogs sind heute ein sehr erfolgreicher Informationskanal als wichtiger Teil einer sich stetig weiter entwickelnden Onlinekommunikation. Bekannte und viel gelesene Blogger, die nicht immer einen journalistischen Hintergrund haben (müssen), setzen Themen und prägen Meinungen innerhalb ihrer jeweiligen Spezialgebiete. Was aber sorgt dafür, dass ein Blog erfolgreich wird und eine nennenswerte Zahl regelmäßiger Leser, die wir gerne auch „Follower“ nennen dürfen, generiert? Wie bei jeder Form der Kommunikation, die eine bestimmte Zielgruppe erreichen soll, gilt auch hier: Der Informationsgehalt für den Leser muss hoch sein, die Inhalte glaubwürdig und die Darstellung professionell!

Damit muss auch ein Blog die Qualitätskriterien anderer gängiger Informationskanäle erfüllen.

Wenn Content „King“ ist, sind Blogs der Königsweg?

In Zeiten sehr differenzierter Kommunikationsmöglichkeiten im Internet gibt es sicher nicht „den einen Erfolgsweg“, oder „die eine Erfolgsstrategie“. Spätestens seit Google guten Content bei der Bewertung und Einordnung von Internetseiten wieder in den Vordergrund stellt, sind relevante Inhalte gefordert. Auch Facebook präferiert Information und Inhalte mit Mehrwert, wenn es um die Entscheidung geht: „Wer liest was?“. Die Verknüpfung guter Bloginhalte mit der eigenen Homepage ist demnach auch für das Ranking in Suchmaschinen und für die Sichtbarkeit in großen Onlinenetzwerken interessant.

In erster Linie dienen Bloginhalte allerdings der Verbreitung von Themen. Zahnarztpraxen, aber auch Labore, können via Blog gut erzählte Stories kommunizieren und sich so als Verbreiter glaubwürdiger Informationen positionieren. Laut der aktuellen Onlinestudie von ARD und ZDF suchen 72 Prozent der Internetnutzer gezielt bestimmte Angebote und Informationen im Netz. Dentale Blogs, die selbstverständlich innerhalb der Suchmaschinen um die besten Rankingplätze kämpfen müssen, können so zu einer Art Nachrichtenzentrale für Praxen und Labore werden. Die in diesem „digitalen Informationszentrum“ veröffentlichten Inhalte werden mit Hilfe weiterer Onlinekanäle, wie Facebook, Twitter oder Google+, weiter verbreitet.

Bis es soweit ist, gibt es für die Dentalunternehmen aber einiges zu tun: Wer im Internet erfolgreich kommunizieren möchte, der benötigt nicht nur die technischen Voraussetzungen. Die Unternehmen müssen Strategien entwickeln, aktuell relevante Themen identifizieren und diese journalistisch aufbereiten. Publizistische Kompetenzen müssen ebenso vorhanden sein, wie personelle und zeitliche Ressourcen. Zahnarztpraxen sollten zudem immer die Vorgaben des zahnärztlichen Berufsrechtes und des Heilmittelwerbegesetzes beachten. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte mit erfahrenen Partnern und Agenturen kooperieren, die eine professionelle Beratung und Umsetzung der dentalen Onlinekommunikation garantieren.

Der „Zahnarzt-Blog“ – so entsteht der eigene Nachrichtenkanal

Wer im Internet wahr genommen werden will, der benötigt Themen für die jeweilige Zielgruppe. Das gilt für den Hersteller teurer Automobile, die Fast-Food-Kette, oder den Elektro-Supermarkt. Und das gilt natürlich auch für die Zahnarztpraxis. In der Realität sieht die dentale Onlinepräsenz aber gerne auch mal so aus: Die statische Homepage (falls vorhanden) mit den bekannten Informationen zu den Mitarbeitern (Bilder halt), einer Sammlung allseits bekannter Praxisschwerpunkte (hat ja sonst niemand) fristet ein vielfach unbeachtetes Dasein. Eine strategische Kommunikation – die geplante Ansprache definierter Zielgruppen über relevante Kanäle und mit aktuellen Themen – ist eher die Ausnahme. Aber genau das ist gefragt: Spannende Inhalte, aktuelle Informationen, interessante Themen werden nicht nur von den Internetusern gefordert, sie spielen auch für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen (nennen wir sie Google) und sozialen Netzwerken wie Facebook eine große Rolle.

Unternehmensblogs sind im Trend und werden immer mehr zur Informationsquelle Nummer Eins, auch für Journalisten. Die Vorteile für Blogger und Leser liegen auf der Hand: Inhalte können umfassender und intensiver dargestellt werden. Zusatzinformationen und Links zu verwandten Themen verschaffen den Informationen Tiefe, Seriosität und einen deutlichen Zusatznutzen für den Leser. Einer Zahnarztpraxis, die einen eigenen Nachrichtenkanal mit regelmäßig wechselnden Themen aufbauen möchte, bietet der „Corporate Blog“ gute Möglichkeiten.

In der Regel gibt es zwei Varianten, einen Blog in die laufende Kommunikationsstrategie einzubinden:

  • Intern: Der Blog wird Teil der Praxiswebsite und läuft unter der gleichen URL (Internetadresse) wie die Homepage (www.zahnarzt-mustermann.de/blog)
  • Extern: Der Blog hat eine eigene URL und stellt so eine eigene Internetseite dar, wie beispielsweise der Zahnblog-Zwischenraum (www.zahnblog-zwischenraum.de).

Ob für den Blog eine eigene Adresse im Netz gewählt wird, oder ob er in die bestehende Homepage eingebunden wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird innerhalb der Online-Strategen teils unterschiedlich diskutiert.

„Ein interner Blog zahlt mit allen Aktivitäten, sprich mit  jedem Artikel, in Sachen Besucherstrom und Sichtbarkeit direkt auf die Praxiswebseite ein und verbessert die Chancen für gute Rankings in allen Suchmaschinen – und hier vor allem in den Suchergebnissen des Marktführers Google, bei dem mehr als 90 % aller weltweiten Suchanfragen landen. Externe Blogs bieten aufgrund ihrer Ausrichtung in vielen Fällen ein größeres Potenzial im Sinne des Content Marketings, also der Verteilung und Vermarktung der einzelnen Blogthemen. Sie sind nicht an Strukturen und Funktionalitäten der Homepage gebunden und können als eigenständiger – je nach Zielsetzung auch neutraler – Newskanal eingesetzt werden. Eine Optimierung der eigentlichen Homepage ist auch mit einem externen Blog möglich, dann müssen interne Verlinkungen sowie ausgehende Links zur Homepage aber sorgfältig gestaltet werden“, informiert Sebastian Frost, Blogger und Online-Experte von parsmedia. Die Agentur aus Magdeburg unterstützt Zahnarztpraxen und Labore in Fragen des Marketings und der Onlinekommunikation.

Ob interner oder externer Blog ist immer auch eine Entscheidung, die von den Kommunikationszielen, sowie den finanziellen und personellen Ressourcen. Wer mit einer kostengünstigen Möglichkeit das Abenteuer „Zahnarzt-Blog“ zunächst ohne großen Aufwand starten möchte, der findet einige professionelle Plattformen im Internet:

Alle Blogportale bieten eine kostenfreie Nutzung und unterschiedliche Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Blognamen und die eigene Internetadresse des Blogs können je nach System und Verfügbarkeit frei gewählt werden. Aber bevor die Praxis mit dem eigenen Nachrichten- und Informationskanal im Netz loslegt, sollten einige grundsätzliche Fragen geklärt werden:

  • Wen und was wollen wir mit unserem Blog erreichen
  • Über welche Themen kann und will ich eigentlich bloggen?
  • Welche Ressourcen und Kompetenzen sind in der Praxis vorhanden, um den Blog professionell zu pflegen und zu vermarkten?

Vor der Namensgebung sollten die Fragen nach den Zielgruppen und den Themen des Blogs klar beantwortet werden. Blogname und Blogadresse sollten den inhaltlichen Schwerpunkt des Blogs darstellen und Lesern wie Suchmaschinen klar machen, um was es in dem Blog geht. Im nächsten Schritt wird ein Blogslogan festgelegt und ein passendes Design ausgesucht. WordPress bietet hier eine große Auswahl sehr unterschiedlicher Designs und Gestaltungen, die angepasst und verändert werden können. Der geübte Umgang mit dem Computer ist hier sicher sehr von Vorteil, aber programmieren muss der Blogger nicht.
Nach der Auswahl des Designs kann eigentlich schon losgelegt werden. Sobald die bei der Anmeldung angegebene E-Mailadresse bestätigt wurde, wird der Blog auch schon „live“ gestellt und der neue Nachrichtenkanal kann mit spannenden Inhalten, Fotos und Videos gefüllt werden.

Aber so einfach ist es dann doch nicht: Den Blog erstellen ist das eine, ein abgestimmtes Contentmarketing, also die zielgerichtete Streuung und Vermarktung der Bloginhalte, das andere.

Insbesondere Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter sind geeignete Kanäle um die Inhalte des Blogs ausgewählten Zielgruppen anzubieten. Im vierten Teil unserer Serie geht es um die Entwicklung von Themen für die Zahnarztpraxis. Wir setzen uns mit Kommunikationszielen und den jeweiligen Zielgruppen auseinander und erklären den sinnvollen Umgang mit Inhalten und Texten.

Der Zahnarzt-Blog als PR-Kanal: Einmal ist keinmal!

Wir kennen ihn alle und die meisten lieben ihn: Die Rede ist vom 26. September – dem Tag der Zahngesundheit. Auch für die Zahnarztpraxen spielt dieses Ereignis jedes Jahr eine große Rolle. Denn jetzt haben alle Zahnärztinnen und Zahnärzte, die sich und ihre Praxis gerne in den Medien wiederfinden möchten, endlich wieder etwas zu berichten. Bitte nicht falsch verstehen: Hier geht es nicht um die Praxen, für die eine regelmäßige Pressearbeit Teil einer professionellen Informationsstrategie ist. Es geht um die, für die der Zeitraum zwischen zwei Zahngesundheitstagen einem kommunikativen Schweigegelübde gleicht. Wie sehen sie denn in zahlreichen Praxen aus, die medialen Aktivitäten? In den meisten Fällen reden wir hier doch nicht über strukturierte PR, sondern über vereinzelte Werbebotschaften in Form von mehr oder weniger sinnvollen Anzeigen.

Einmal ist keinmal

Und so grinsen vor allem die ganzen Mediaplaner und Anzeigenverkäufer der lokalen und regionalen Anzeigenblättchen, Tageszeitungen und Verbraucherinformationsmedien von einem Backenzahn zum anderen. Denn wenn der „Tag der Zahngesundheit“ naht, dann reicht ein Anruf in der Praxis und die kurze und knappe Erinnerung: „Herr Doktor, Sie denken ja an Ihre Anzeige?“ Nein, so richtig dran gedacht hat natürlich keiner, aber die emsige Zahnarzthelferin kann ja mal schnell im Ordner „PR 2013“ unter „September“ nachschlagen – und siehe da: Die Anzeige vom letzten Jahr rausgesucht, dem Chef zwischen einer Implantation und einer Endo kurz unter den Mundschutz gehalten und ab damit Richtung Verlag. Die Anzeige erscheint im Umfeld unzähliger und ähnlicher Printpublikationen und ob es was gebracht hat, weiß am Ende auch niemand so genau. Schließlich reicht es ja mal wieder im Lokalblatt gewesen zu sein, da muss doch im Nachhinein niemand gefragt werden, ob er die Anzeige auch gesehen hat und ob vielleicht gerade aus diesem Grund die Praxis besucht hat. Sicher ist nur eins – die Rechnung des Verlages.

Und bevor sich jetzt die Freunde des Zahngesundheitstages erbost Richtung Tastatur zum Protest-Posting bewegen – bitte beruhigen Sie sich! Auch ich finde den „Tag der Zahngesundheit“ klasse. Der 26. September ist eine exzellente Gelegenheit, um Praxisthemen und Botschaften der Mundgesundheit zu kommunizieren. Und natürlich agieren nicht alle Zahnarztpraxen elf Monate im Jahr planlos. Wer sich aber von der kleinen Geschichte zum Einstieg angesprochen fühlt und wissen möchte, was das Ganze mit dem Thema „Blog“ zu tun hat, der kann gerne weiterlesen – alle anderen natürlich auch!

Kommunikation erfordert Kontinuität

Worum geht es? PR ist keine Eintagsfliege und benötigt journalistische Kompetenzen, relevante Inhalte und eine gewisse Kontinuität. Und nicht anders verhält es sich mit einem „Corporate Blog“ für die Zahnarztpraxis. Auch hier möchten die Leser in einer gewissen Regelmäßigkeit über aktuelle und hintergründige Themen informiert werden. Wie jedes Unternehmen benötigt auch die Zahnarztpraxis ein strategisches Kommunikationskonzept, in dessen Mittelpunkt definierte Praxisziele stehen. Wenn die Praxis nicht weiß wo sie hinmöchte, dann findet sie auch keine passenden Inhalte für die Onlinekommunikation.

Blogger müssen vor allem wissen, wen sie mit ihren Botschaften ansprechen wollen – das gilt für den Fußball-Blog, den Politblog und somit auch für den Zahnarzt-Blog. Es gibt auch in der dentalen Welt Blogs, die sich nicht an potenzielle Patienten richten und mit ihren Themen beispielsweise Implantologen oder Zahntechniker fokussieren.

Dentale Themen und Informationen

Aber der Regelfall ist natürlich die Kommunikation in Richtung Patienten und Journalisten, die sich immer häufiger auch bei den Onlinethemen der Blogger bedienen. Wenn die Zahnarztpraxis sich für den Blog als Newskanal für die Patienteninformation entscheidet, dann kann sie sich aus einer Vielzahl an Themen bedienen. Kein anderes medizinisches Fachgebiet ist so vielfältig wie die Mundgesundheit: Von der Prophylaxe bis zur Implantation, von Zahn-Pflegetipps bis zur zahngesunden Ernährung – die Themenpalette ist breit gestreut. Nicht anders verhält es sich mit den Zielgruppen: Mundgesundheit beginnt schon vor der Geburt und sie endet nicht im hohen Alter. Interdisziplinäre Themen für Diabetiker, Rheumatiker, Sportler und Schwangere runden das Informationsangebot ab.

Ein Beispiel für regelmäßige Patienteninformation ist der Blog „Information-Mundgesundheit“.

Auch praxisinterne Inhalte wie Fortbildungen, technische Innovationen oder personelle Veränderungen sind mögliche Themen für einen Blog. Unter einer Voraussetzung: Die Inhalte müssen den Lesern einen Mehrwert bringen und vor allem müssen sie verständlich und lesbar aufbereitet werden. Das ist die große Herausforderung für die Praxen und ihre Mitarbeiter, wenn sie nicht mit externen Journalisten oder Agenturen kooperieren.

Grafik: parsmedia

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Es gibt viele Möglichkeiten den Blog oder den Newsroom auf der Homepage zu füllen. Und Gelegenheiten finden sich auch in schöner Regelmäßigkeit. Neben dem „Tag der Zahngesundheit„ freuen wir uns jedes Jahr auf Ereignisse wie den „Weltdiabetestag“, den „Tag des Kusses“, den „Weltnichtrauchertag“, oder den „Tag des Kindes“. Und wer wissen möchte, wann diese Tage im Kalender zu finden sind, der sollte einfach mal mit der Grundlage des Journalismus beginnen – mit der Recherche!

Es kann gebloggt werden! Aber wie erfährt die Welt davon?

„Kannst du mir sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?“ Der britische Schriftsteller Lewis Carroll formulierte diese Frage bereits 1865 in seinem Kinderbuch „Alice im Wunderland“. Eine Frage, die sich vielleicht der eine oder andere Neublogger auch stellt, nachdem sein neues Kommunikationsbaby das Licht der Onlinewelt erblickte. „Wie geht es denn jetzt weiter?“ Das Mädchen Alice, die Hauptfigur der Geschichte, richtet die Frage an die „Grinsekatze“ und erhält die einzig richtige Antwort: “Das hängt zum größten Teil davon an, wohin Du möchtest.”

Wie so oft, wenn es um die strategische Kommunikation geht, gilt es die Ziele und Zielgruppen der geplanten Maßnahmen zu definieren. Der Informationskanal einer Zahnarztpraxis – in unserem Fall der Blog – richtet sich in der Regel an Patienten, Journalisten, Zahnmediziner oder Labore. Thematisch konzentrieren sich die Inhalte also auf zwei Bereiche:

  • Patientenkommunikation (B2C = Business to Customer)
  • Fachkommunikation (B2B = Business to Business)!

Die Definition dieser Zielgruppen – die primäre Richtung unserer Kommunikation – gehört natürlich zu den ersten Überlegungen und bildet eine der zentralen Grundlagen für Gestaltung und Aufbau des Blogs. Entsprechend sollten spezifische Themen und Inhalte recherchiert und produziert worden sein. Redaktionspläne mit dem „Content“ der kommenden Wochen und Monate sollten vorliegen, um schon zu Beginn die Leser regelmäßig mit Inhalten versorgen zu können.

Jetzt stellt sich die entscheidende Frage: „Wie erfährt die Zielgruppe von den redaktionellen Aktivitäten der Zahnarztpraxis?“

Ganz einfach: Wir müssen es ihnen sagen! Einfach? Im Grunde genommen schon. Dazu müssen wir nur wissen, wo sich unsere Zielgruppe informiert und auf welchem Wege wir sie idealerweise erreichen können. Zunächst sollten die potenziellen Leser informiert werden, die wir bereits kennen und die unseren Themen online bereits folgen. In der Regel ist die Praxishomepage der meist besuchte Ort im Internet. Für eifrige Blogger gibt es mehrere Möglichkeiten, die Inhalte des Blogs in die eigene Website einzubauen – als Nachrichtenfeed, mit eigener Unterseite, oder einfach nur als Link im Menü der Homepage.

Wichtig: Die aktuellen Beiträge des Blogs sollten auf der Startseite der Homepage zu sehen sein. Aktuelle Meldungen und Themen erhöhen den Anreiz der User, die Seite häufiger zu besuchen und auch für das Google-Ranking besitzen eigene wechselnde Inhalte eine hohe Relevanz. Ob der Blog als Unterseite der Homepage, oder mit einer eigenen Internetadresse (URL) angelegt wird – das wurde ja schon im Vorfeld entschieden.

Damit möglichst viele Leser von den neuen Bloginhalten erfahren, sollten Social-Media-Kanäle zur Verteilung der Themen genutzt werden. Dabei geht es aber nicht darum, einfach nur die aktuellen Themen des Blogs zu verlinken, sondern mit jeweils neuen Texten den unterschiedlichen Zielgruppen im Netz schmackhaft zu machen. Auch themenverwandte Portale, Foren und andere Blogs bieten sich an, um Blogs und Themen bekannt zu machen. Kommentieren Sie ähnliche Themen und hinterlassen Sie die Homepage Ihres Blogs – diese Funktion finden Sie in fast allen Blogs.

Wie der erfolgreiche Weg am Ende aussieht, das ist von vielen individuellen Entscheidungen und Faktoren abhängig. Dabei ist vor allem wichtig, dass man weiß, wo man hin will!

Übrigens: Der Dialog zwischen Alice und der Grinsekatze lautet im kompletten Wortlaut wie folgt:

  • Alice: “Kannst Du mir sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?”
  • Grinsekatze: “Das hängt zum größten Teil davon an, wohin Du möchtest.”
  • Alice: “Ach wohin ist mir eigentlich egal…”
  • Grinsekatze: “Dann ist es auch egal, wie Du weitergehst.”

Recht hat sie!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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