Ansätze für „Content-Strategien“ in einer Philips-Presseinformation!

Was hat eine Presse-Info aus dem Hause Philips mit der Kommunikation für die Zahnarztpraxis zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht wenig, bei genauem Hinsehen aber eine ganze Menge. Denn in dieser Medieninformation stecken nicht nur viele interessante zahnmedizinische Aspekte. Der Text bietet auch schöne Ansätze für Zahnarztpraxen, die sich mit aktuellen Themen positionieren möchten.

„Den Patienten motiviert nicht die Aufforderung, seine Zähne zu pflegen, um die Blutungsstellen oder Beläge zu reduzieren. Einen jungen Mann interessiert nicht das Infarktrisiko, aber wie er seine Chancen bei Frauen verbessern kann – zum Beispiel mit weniger Mundgeruch.“

Mit dieser Aussage bringt Prof. Johannes Einwag, Leiter des ZFZ (das Zahnmedizinische FortbildungsZentrum Stuttgart der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg) einen zentralen Aspekt relevanten Contents auf den Punkt.

Bitte nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, dass sich die Zahnarztpraxis jetzt in großen Anzeigenlettern als „Experte für Beziehungsmanagement“ anbietet (bitte beim Biofilm-Management bleiben)! Das Beispiel zeigt einfach nur eins: Spannende – auch wissenschaftliche – Themen müssen so aufbereitet werden, dass sie den Bedürfnissen der gewünschten Dialoggruppe Rechnung tragen!

Die Teilnehmer des Philips Oral Healthcare Symposium“ haben aktuelle und spannende Themen diskutiert – ihr könnt ja mal schauen, was dort so alles drinsteckt: Für eure regelmäßige Patientenansprache mit „relevantem Content„!


Presseinformation

10. Philips Oral Healthcare Symposium:

„Den Patienten motiviert nicht die Aufforderung, seine Zähne zu pflegen, um die Blutungsstellen oder Beläge zu reduzieren“

Hamburg – Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Mundgesundheit und systemischer Gesundheit standen im Fokus des 10. Philips Oral Healthcare Symposiums in Berlin. „Das Unternehmen Philips unterstützt die Zusammenarbeit über den Anstoß und die Finanzierung von Forschung und Entwicklung von Gesundheitstechnologien – vor allem, um damit wichtige Fortschritte in der Diagnose und Behandlung zu erzielen. Philips will die Zukunft der oralen und allgemeinen Gesundheit mitgestalten, indem wir Experten zusammenbringen und ihnen den wissenschaftlichen Status quo dieser komplexen Zusammenhänge verdeutlichen“, so Petra Verstappen, Senior Dentalmanager DACH bei Philips.

Zu diesen Themen diskutierten Allgemein- und Zahnmediziner in Berlin:

  • „Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen“

  • die „Mikrobiom-Verbindung von Mutter und Neugeborenem“

  • die „Wechselbeziehungen zwischen Parodontitis und Diabetes“

  • die „Zusammenhänge zwischen rheumatoider Arthritis und Parodontitis“

„Wir haben auf diesem Symposium erarbeitet, dass die Beziehung zwischen oraler und systemischer Gesundheit in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Man muss Philips dazu gratulieren, dass sie Wissenschaftler und Kliniker zusammenbringen, um über die gemeinsame Forschungsarbeit diese Themen anzugehen“, resümierte Prof. Johannes Einwag aus Stuttgart.

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Für Prof. Johannes Einwag aus Stuttgart bieten die Zusammenhänge zwischen Mund- und Allgemeingesundheit auch die Möglichkeit, Patienten individuell richtig anzusprechen.

Für Einwag bieten die Zusammenhänge zwischen Mund- und Allgemeingesundheit aber auch die Möglichkeit, seine Patienten individuell richtig anzusprechen. „Den Patienten motiviert nicht die Aufforderung, seine Zähne zu pflegen, um die Blutungsstellen oder Beläge zu reduzieren. Einen jungen Mann interessiert nicht das Infarktrisiko, aber wie er seine Chancen bei Frauen verbessern kann – zum Beispiel mit weniger Mundgeruch. Je mehr wir über die Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und systemischer Gesundheit wissen, umso mehr Argumente haben wir in der Schublade. So gesehen, haben die Referenten des Symposiums die Grundlage für viele neue Argumente geliefert.“

So machte zum Beispiel Prof. Robert J. Genco, State University of New York in Buffalo,  deutlich, dass es infolge einer lokalisierten parodontalen Entzündungsreaktion im Körper zu einer Kettenreaktion kommen kann: Sie löse lokale Entzündungsreaktionen an anderen Stellen im Körper aus, die wiederum zu multiplen systemischen Reaktionen führen könnten. Zu den potenziellen Auswirkungen gehörten Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes, Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Krebs, negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft und rheumatoide Arthritis. Seit Kurzem, so Genco, bringe man die Parodontitis auch mit Alzheimer in Verbindung. Dies habe eine weitreichende klinische Signifikanz, u. a. für die potenzielle Entwicklung von Biomarkern zur Prognose von Krankheiten.

Prof. David Herrera, Universidad Complutense de Madrid, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf den Zusammenhang von Parodontitis und arteriosklerotisch, kardiovaskulären Erkrankungen. Orale Bakterien werden über den Blutkreislauf tatsächlich in den ganzen Körper transportiert. Je mehr Bakterien im Mund sind, desto mehr gelangen in den Körper. Studien hätten gezeigt, dass eine Zahnbehandlung und der Einsatz von Instrumenten zur Zahnreinigung diesen Effekt noch verschlimmern. Dies müsse bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden – und die Mundhygiene, das Plaque-Biofilm-Management des Patienten, sei natürlich von großer Bedeutung.

Als Associate Professor Egija Zaura, vom Akademischen Zentrum für Zahnheilkunde in Amsterdam (ACTA), das Wort ergriff, ging es für 20 Minuten insbesondere um Mütter und ihre neugeborenen Kinder. Zaura stellte die direkte Korrelation zwischen Müttern mit Parodontitis und Komplikationen während der Schwangerschaft vor. Die Folge könnten diverse Reaktionen sein, die schwerwiegendsten seien Früh- oder Totgeburten.

Laut Zaura verändere sich das orale Mikrobiom einer Frau als Folge des veränderten Hormonspiegels während der Schwangerschaft. Dies könne zu geschwollenem und blutendem Zahnfleisch führen. Die Folge: eine Übertragung von Bakterien aus dem Mund auf das ungeborene Kind. Ihre Hypothese: Die Plazenta fängt die oralen Bakterien auf und trainiert das Immunsystem des Fötus darauf, Freund und Feind zu erkennen. Sobald der Säugling geboren ist, erkennt und toleriert sein Immunsystem die oralen Bakterien der Mutter. Falls diese Hypothese zutreffe und das Immunsystem eines Säuglings in utero beeinflusst werden könne, bestünde die Möglichkeit, präkonzeptionelle Interventionen zu personalisieren. Man könnte Schwangeren bestimmte Behandlungsstrategien sowie Prä- und Probiotika anbieten, um für eine optimale Mundgesundheit von Mutter und Kind zu sorgen.

Nach Prof. Philip Preshaw, Universitätsprofessor im britischen Newcastle, findet sich der älteste und beste Beweis eines Zusammenhangs zwischen Parodontitis und einer systemischen Erkrankung beim Diabetes. Hier herrsche sogar ein bidirektionaler Zusammenhang. Die Verbindungen zwischen beiden Beschwerden seien immer noch nicht vollständig untersucht, aber es gebe gewisse Gemeinsamkeiten. Epidemiologische Studien hätten gezeigt, dass Diabetes ein wichtiger Risikofaktor für Parodontitis sei. Eine große Anzahl von Studien weise darauf hin, dass Patienten mit einem schlecht eingestellten Diabetes ein dreifach so hohes Risiko aufwiesen, eine Parodontitis zu entwickeln. Für Prof. Preshaw haben Therapiestudien ergeben, dass eine wirksame Parodontaltherapie zu Verbesserungen der Blutzuckerwerte führen könne.

Preshaw machte zudem deutlich, dass der Speichel zukünftig zur Identifikation von Risikopatienten dienen werde – als Basis für die Erforschung und Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Technologien. Eine Sonde sammelt Sulkusflüssigkeit und Biomarker können identifiziert werden.

Philips’ leitender Wissenschaftler, Dr. Marko de Jager, erklärte, dass man bereits heute die Vision der vernetzten Gesundheit verfolge. So arbeite man zusammen mit den Professoren Preshaw und Chapple an einer Fünf-Minuten-Speichel-Diagnostik zur Identifikation von Biomarkern der Parodontitis. Dadurch wären Mediziner und Zahnärzte in der Lage, gesundheitlich beeinträchtigte Patienten zu identifizieren und zu behandeln.

Ein weiterer Referent des Symposiums war Prof. Iain Chapple, Leiter der Parodontologie der Birmingham Dental School and Hospital. Sein Vortrag behandelte den Zusammenhang zwischen rheumatoider Arthritis (RA) und Parodontitis. Chapple besprach die zufällige oder kausale Koinzidenz der entzündlichen Erkrankungen, bei denen eine chronische Entzündung mittelbar zur Schädigung von Gewebe führt. Dabei ging er auf eine Studie ein, die einen Zusammenhang zwischen RA und Parodontitis aufzeigt: Die Wahrscheinlichkeit für RA-Patienten, unter Parodontitis zu leiden, sei im Vergleich zu Nicht-RA-Patienten viermal so hoch.

Auch Symposiums-Teilnehmer Dr. Dirk Ziebolz, Universitätsklinikum Leipzig, arbeitet mit seiner Forschungsgruppe seit Jahren auf dem Gebiet der Zusammenhänge von Parodontitis und verschiedenen Allgemeinerkrankungen, z. B. rheumatoider Arthritis. Er betont dabei, wie wichtig es ist, „dass meine Kolleginnen und Kollegen in der Praxis die ganzheitliche Betrachtung des Patienten berücksichtigen, um die Zusammenhänge von Mundgesundheit und Allgemeingesundheit zu erkennen“, so Ziebolz.

Bleibt die Frage nach dem Fazit zur Veranstaltung. Prof. Henrik Dommisch, Charité – Universitätsmedizin Berlin, formulierte es so: „Das Wichtigste an diesem Symposium war für mich, dass die Erkenntnis bezüglich des Zusammenhangs zwischen Parodontitis und systemischen Erkrankungen bis in weite Bereiche vorgedrungen ist. Damit hat das Symposium meine Erwartungen vollends erfüllt. Ich hatte mir genau diesen Austausch mit Philips und meinen Kollegen gewünscht.“


Pressekontakt:

WEFRA PR – Gesellschaft für Public Relations mbH
Rebeca Kliem-Tajima
Senior PR-Beraterin
Mitteldicker Weg 1 – WEFRA Haus
63263 Neu-Isenburg (Zeppelinheim)
Telefon: +49 (0)69-695008 970
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Über Royal Philips: Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA), mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 105.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2014 einen Umsatz von 21,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen. Außerdem ist Philips einer der führenden Anbieter im Bereich Mundhygiene sowie bei Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de

 

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