Agenda-Setting für die Zahnarztpraxis: Patienteninformationen aktiv und strategisch einsetzen!

Und es hat Zoom gemacht!

Das hat gesessen: Nicht zum ersten Mal berichten Medien tendenziös, verallgemeinernd und populistisch über die Rolle der Zahnärzte im Deutschen Gesundheitssystem. Zu den Inhalten möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, dazu ist alles gesagt. Hier noch einmal der Link zu ZWP online mit der Stellungnahme des BDIZ und einem Faktencheck zum Download!

Eins ist gewiss: Publizisten (auf die Differenzierung von öffentlich-rechtlich, privat, seriös, boulevardesk wird verzichtet), die ihre Themen vor allem an Quote und Aufmerksamkeit, statt an Tatsachen und seriöser Berichterstattung ausrichten, wird es immer geben. Daran werden Zahnärzte und ihre fachlichen und politischen Organisationen nichts ändern können. Demnach lautet die strategische Aufgabe in der Kommunikation: Themen setzen und besetzen (Agenda-Setting)!

Futuristic image with human eye with blue iris and matrix texture.

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[etweet]Es geht um die Patienten – und um den Erfolg der Praxis[/etweet]

Wenn Patienten durch eine mediale Beeinflussung auf gesundheitlich relevante Leistungen verzichten und jeden Heil- und Kostenplan auf www.ichmachsdirbilliger.schrott verschachern (lassen) – dann drohen wirtschaftliche Einbußen. Zahnmediziner dürfen sich in der Meinungsbildung der Patienten nicht von Dritten abhängig machen. Eine seriöse Aufklärung der Öffentlichkeit und eine verständliche Wissensvermittlung gehören jetzt und in Zukunft zu den strategischen Zielen der zahnärztlichen Kommunikation.

[etweet]Patienten vertrauen den Zahnärzten – nutzt es![/etweet]

Zahnärzte genießen nach wie vor das Vertrauen ihrer Patienten. Und wem vertraut wird, dem wird auch geglaubt.

„Patienten vertrauen ihren Zahnärzten im Vergleich zu anderen Facharztgruppen am meisten. Dies ist eines der Ergebnisse des jameda Patientenbarometers 1/2015, das jameda zweimal im Jahr erhebt. Die Zahnärzte erhalten von ihren Patienten auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 für die Kategorie „Vertrauensverhältnis“ die sehr gute Note 1 (1,46). Damit befinden sie sich in dieser Kategorie wie auch schon im Vorjahr (1,45) auf dem ersten Platz im Fachärztevergleich. Quelle: ZWP online / jameda

[etweet]Zahnärzte als Blogger und Öffentlichkeitsarbeiter[/etweet]

Das ist die große Chance der Praxen auf die lokale und regionale Meinungs- und Informationsführerschaft für die relevanten Themen der Mundgesundheit. Vorausgesetzt: Praxen setzen Konzepte einer strategischen Kommunikation konsequent und professionell um! Die Möglichkeiten dazu sind da:

  • eigene Online-Informationsportale wie Homepage, Newsblog, Social-Mediakanäle bieten eine nie dagewesene Informationshoheit
  • Mundgesundheit und Zahnmedizin strotzen vor aktuellen Themen für jede relevante Zielgruppe – mehr als jede andere medizinische Fachrichtung
  • Patienten suchen aktiv nach Themen und Informationen und landen dort, wo medizinische Inhalte professionelle aufbereitet und angeboten werden
  • interdisziplinäre Themen bieten spannende Ansätze zur seriösen Information der lokalen und regionalen Medien

Und nicht zu vergessen: Mit einem vernünftig geplanten Mediabudget stehen auch die klassischen Printpublikationen für eine reichweitenstarke Kommunikation zur Verfügung.

Von nichts, kommt nichts

Immer mehr Zahnarztpraxen gehen den Weg einer geplanten, zielorientierten Kommunikation. Viele andere kämpfen hier immer noch mit unnötigen selbstgelegten Stolpersteinen oder unverständlichen Bremsmanövern aus den eigenen – politischen – Reihen (und ja, auch die Angst vor der Kollegenschaft und deren Reaktionen spielt immer noch ein gewisse Rolle).

Unternehmen – und dazu zählt auch die Zahnarztpraxis – müssen in eine erfolgreiche Kommunikation investieren, sowohl Zeit, als auch Geld! Den vorhandenen Content aufbereiten und für die definierten Ziele und Zielgruppen relevant kommunizieren, das erledigt sich nicht mal eben zwischen Teammeeting und Wurzelkanalbehandlung. Was nützen am Ende technische Innovationen (und Investitionen), wenn die Menschen draußen nicht erfahren, dass es sie gibt und welchen Vorteil und Nutzen sie Ihnen bringen.

Am Ende trifft jeder zahnmedizinische Unternehmer seine eigenen Entscheidungen, die er letztlich auch verantworten muss. Für die Unentschlossenen zitiere ich zum Abschluss gerne den bekannten amerikanischen Manager und Unternehmer Henry Ford:

„Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.“


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