Transparenz für Patienten: Bezahlte Profile auf „jameda“ müssen als „Werbung“ gekennzeichnet werden!

Zahnarztpraxen und Bewertungsportale – schon immer ein heiß diskutiertes Thema! Für viele Praxen ist der strategische Umgang mit jameda & Co. noch keine Selbstverständlichkeit. Dabei sollte ein professionelles Management von Patientenbewertungen immer Teil der Kommunikationsstrategie sein. Für Praxen, die sich mit einem bezahlten Profil auf Bewertungsportalen präsentieren, gibt es spannende Gerichtsurteile, die vor allem den Patienten zu Gute kommen.

Worum es genau geht, könnt ihr im Medizinrecht-Blog der Kanzlei Lyck & Pätzold und bei Rechtsanwalt Christian Solmecke, Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE, nachlesen!

Online bewerten - positiv, negativ, neutral

Christian Solmecke, Spezialist für Medienrecht:

Nachteile für Nutzer durch mangelhafte Kennzeichnung

„Die Platzierung ist bei solchen Bewertungsportalen von größerer Bedeutung, als bei allgemeinen Suchmaschinen. Die Nutzer gehen davon aus, dass die ersten Platzierungen auch die mit den besten Bewertungen sind. Ebenso fehlt es bei Jameda an einer räumlichen Trennung der unterschiedlichen Anzeigen. Durch eine Trennung wäre erkennbar, dass die Premium-Anzeigen kein Bestandteil der eigentlichen Ergebnisliste sind, sondern nur aufgrund der Bezahlung eine Top-Platzierung erreicht haben.“ ARTIKEL lesen!


Autorin Claudia Göpfert, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht und Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz, hat sich in zwei Artikeln mit der Thematik auseinandergesetzt:

„Internetportale werfen im Rahmen von Suchanfragen ihrer Nutzer Trefferlisten mit passenden Anbietern aus und zeigen beispielsweise alle Zahnärzte in München. Dabei setzen sie die Einträge voran, für die die betroffenen Ärzte oder Zahnärzte ein erhöhtes Entgelt gezahlt haben. Für die Nutzer ist das in der Regel nicht erkennbar. Gerade, wenn eine Sortierung entsprechend der Bewertungsskala ausgewählt ist, gehen sie davon aus, dass die am besten bewerteten Ärzte oder Zahnärzte vorneweg stehen. Und genau dieser Umstand führt in der Regel zur Unzulässigkeit der Anzeigenreihenfolge auf den Portalen.“


Aus den Artikeln möge jeder Arzt oder Zahnarzt seine eigenen Schlüsse ziehen, aber eins sollte klar sein: Erfolg im Netz basiert vor allem auf guten Inhalten und Themen, die über eigene Kanäle und Medien kommuniziert werden! Wie eine solche Strategie aussehen kann, lest ihr hier: „Content Marketing“ für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren!“

 

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