#156
Aus der Praxis: Online-Termine machen Marketing messbar
Wie eine Praxis mit einer einzigen freigeschalteten Implantatsprechstunde ihre Skepsis gegen Online-Termine über Bord warf.
Patrick betreut mit Klaus regelmäßig Praxen in quartalsweisen Update-Calls. Aus einem dieser Gespräche entsteht die erste Folge des neuen Formats „Aus der Praxis“: ein konkreter Fall, kein Studien-Vortrag. Die Praxis in dieser Folge hatte sich lange gegen Online-Terminvereinbarung gewehrt. Ihr Empfang filtert Patienten am Telefon gut vor, und niemand konnte sich vorstellen, wie sich ein Implantat-Termin, dessen Dauer vorher niemand kennt, online buchen lassen soll.
Die Lösung war nicht, den kompletten Kalender zu öffnen, sondern nur eine einzige, klar definierte Terminart freizuschalten: die Implantatsprechstunde. Ein festes Zeitfenster, verknüpft mit gezielten Social-Media- und Google-Kampagnen für Implantatpatienten. Wer den Termin online bucht, bekommt trotzdem einen Anruf aus der Praxis zur Bestätigung. Der persönliche Kontakt bleibt, nur der erste Schritt wird für den Patienten leichter.
Für Klaus und Patrick ist der größte Gewinn die Messbarkeit: Über die Anbindung von Dr. Flex an Website und Praxisverwaltungssystem kann nachvollzogen werden, welche Anzeige zu welcher Buchung geführt hat. Diese Daten spielen sie direkt in die nächste Kampagne zurück. Der Sorge vor No-Shows begegnen sie mit SMS-Bestätigung und einem Ausfallhonorar bei kurzfristiger Absage. Ihr Rat an Praxen: nicht den ganzen Kalender öffnen, sondern gezielt einzelne, gut planbare Leistungen freischalten und vorher klären, welche Patienten sie darüber erreichen wollen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Nicht alles oder nichts: Online-Terminvereinbarung muss nicht den ganzen Kalender öffnen. Eine einzelne, klar definierte Terminart wie die Implantatsprechstunde reicht als Einstieg.
- Der Empfang bleibt im Spiel: Auch nach der Online-Buchung ruft die Praxis den Patienten an, bestätigt den Termin und klärt offene Fragen. Die persönliche Note geht nicht verloren.
- Kampagnen werden messbar: Über die Website-Integration lässt sich nachvollziehen, welche Anzeige zu welcher Buchung führt – eine Datenbasis, die reine Telefonanrufe nicht liefern.
- No-Shows lassen sich steuern: SMS-Bestätigung und ein vertraglich vereinbartes Ausfallhonorar bei kurzfristiger Absage filtern einen Großteil der unverbindlichen Buchungen heraus.
- Junge Patienten buchen anders: Gerade jüngere Zielgruppen greifen eher selten zum Telefon. Ohne Online-Termin wandern sie zur nächsten Praxis, die diese Option bietet.
Hier findest Du die Links zur heutigen Episode
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