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Aus der Praxis: Patienten-Events für mehr Umsatz und mehr Reputation
Ein Info-Abend für alle bringt Reichweite – aber erst zwei getrennte Termine bringen Wirkung.
Informationsabende zur Implantologie: Warum Zielgruppen getrennte Einladungen brauchen
Der Ausgangspunkt war einfach: Eine Praxis will wieder Informationsabende zum Thema Implantologie anbieten, so wie früher schon einmal. Der erste Gedanke: ein Termin, offen für alle, die sich für das Thema interessieren. Klaus stellt genau da die entscheidende Frage – jemand mit einem fehlenden Zahn hat andere Sorgen und andere Fragen als jemand, der seit Jahren mit einer schlechten Gesamtlösung lebt. Beide in eine Veranstaltung zu setzen heißt, keinen von beiden richtig abzuholen.
Aus dieser Überlegung wurden vier Termine statt einem: zwei für Einzelzahnimplantate, zwei für die Versorgung des ganzen Kiefers, mit zeitlichem Abstand für mehr Terminflexibilität. Jede Zielgruppe bekommt eine eigene Landingpage und eigene Social-Kampagnen, die erst zwei bis drei Wochen vor dem Termin richtig anziehen. Dazu ein Praxis-Flyer, der die Kernleistung erklärt und über einen QR-Code auf die passende Veranstaltungsseite verweist – und der auch dann noch nützlich ist, wenn gerade keine Veranstaltung ansteht.
Gemessen wird trotzdem nicht alles: Anmeldequelle abfragen, Team am Telefon vorbereiten, nach der Veranstaltung gemeinsam auswerten. Eine feste Erfolgszahl gibt es vorab nicht – es ist ein bewusster erster Test, aus dem beide Seiten lernen wollen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Ein Termin für alle ist ein Termin für niemanden: Einzelzahn- und Gesamtkiefer-Patienten haben unterschiedliche Fragen und Ängste. Wer beide in eine Veranstaltung packt, trifft keinen richtig.
- Die Einladung schlägt den Anruf: „Komm vorbei, ich lade dich ein“ wirkt persönlicher und verbindlicher als „Ruf mich an“ – gerade bei einem Thema mit hohem Erklärungsbedarf.
- Print lohnt sich, wenn die Zielgruppe passt: Eine Zeitungsanzeige erreicht bei diesem Thema genau die Generation, die noch Zeitung liest, und wirkt glaubwürdiger als plumpe Eigenwerbung.
- Der Flyer arbeitet auch ohne Termin weiter: Kombiniert mit dem Praxis-Kernthema bleibt er über den QR-Code dauerhaft nutzbar, selbst wenn eine Veranstaltung einmal ausfällt.
- Nicht jeder Erfolg lässt sich vorher in Zahlen fassen: Bei einem Pilotprojekt ist „wir werten gemeinsam aus“ eine legitime Antwort. Wichtig ist, vorher zu klären, was danach überhaupt gemessen wird.
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