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Engpassberuf ZFA: Warum Notfall-Recruiting (immer noch) nicht funktioniert
Warum Notfall-Recruiting nicht funktioniert und wie du trotzdem handelst.
Employer Branding: Warum Fachkräftemangel kein Kampagnenthema ist
Der Fachkräftemangel ist keine Phase, die vorübergeht. Er wird bleiben und sich bis 2030 weiter verschärfen. Trotzdem verlassen sich viele Praxen darauf, dass es schon irgendwie geht – bis zwei Mitarbeiter kündigen und der Betrieb wackelt. Dann beginnt die Hektik: Anzeigen schalten, Agenturen beauftragen, Bewerbungen sichten. Aber ohne klare Arbeitgebermarke verpufft jede Kampagne. Wer nicht sagt, wofür die Praxis steht, wird von den Richtigen nicht gefunden. Das Problem ist nicht, dass es keine ZFAs gibt. Das Problem ist, dass Praxen unsichtbar bleiben oder nichts aussagen, wenn sie sichtbar sind.
Dabei ist die Lösung einfach: Wer kontinuierlich zeigt, wer er ist, hat im Notfall ein Fundament. Wer wartet, bis das Feuer brennt, fängt bei Null an. Und selbst dann gibt es Wege, schnell zu handeln – mit fokussierten Gesprächen, angepassten Botschaften, gezielter regionaler Sichtbarkeit. Aber die Wahrscheinlichkeit steigt nur, wenn du als Arbeitgeber erkennbar bist. Employer Branding ist keine Kür. Es ist Pflicht.
Erkenntnisse aus dieser Folge
- Vorsorge schlägt Panik: Wer nur im Notfall sucht, verschwendet Zeit und Energie. Bau deine Arbeitgebermarke auf, bevor du Personal brauchst. Dann reicht im Engpass ein Anruf.
- Sichtbarkeit braucht Botschaft: Deine Praxis auf Social Media zu zeigen, reicht nicht. Menschen müssen verstehen, warum sie bei dir arbeiten sollen. Ohne klare Werte verpufft jede Kampagne.
- Timing ist entscheidend: Recruiting ist wie Nadel im Heuhaufen suchen – nur dass sich die Nadel bewegt und zeitversetzt bereit ist zu wechseln. Je präsenter du bist, desto größer die Chance auf ein Match.
- Schnellschüsse funktionieren nur mit Plan: Auch im Notfall kannst du nicht blind schalten. Investiere zwei bis vier Stunden in ein Gespräch über deine Praxis, deine Werte, dein Angebot. Sonst bekommst du 50 falsche Bewerbungen statt zwei richtige.
- Mitarbeiter sind genauso wichtig wie Patienten: Du investierst in Marketing für Patienten – warum nicht für Personal? Wer langfristig denkt, macht beides parallel. Sonst läuft die Praxis irgendwann leer.
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