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Kein Onboarding? Keine Bindung an die Praxis!
Warum neue Kräfte in der Zahnarztpraxis so schnell wieder gehen. Und was du davor regeln kannst.
Weg, bevor sie angekommen ist: Onboarding in der Praxis
Klaus und Michaela eröffnen die Folge mit ihren WM-Tipps und ziehen daraus gleich eine Parallele zum Fußball: Ein Spieler, der seinen Platz im Team nicht kennt, verliert sich auf dem Feld – genau wie eine neue Kollegin, die nicht weiß, was von ihr erwartet wird. Der erste Arbeitstag entscheidet mehr, als viele denken. Wer neu anfängt und das Gefühl hat, keiner habe mit ihr gerechnet, ist innerlich oft schon wieder weg.
Die meisten Fehler passieren, bevor der erste Tag überhaupt beginnt: kein Plan, keine Zuständigkeit, kein Ansprechpartner. Michaela nennt zwei Muster. Entweder landet die Neue im kalten Wasser und soll sofort mitlaufen. Oder das Onboarding zieht sich ewig, und sie verliert beim Zuschauen die Lust.
Der Druck in den Praxen macht es nicht leichter. Der Personalschlüssel ist hoch, es muss immer jemand assistieren, und wenn eine Kraft fehlt, zählt jede Minute. Genau dann fehlt die Zeit, die eine neue Kollegin bräuchte. Dabei beginnt gutes Onboarding schon vor dem ersten Tag. Die Wochen zwischen Unterschrift und Start lassen sich füllen: mit einer Stellenbeschreibung, dem Leitbild, einem Blick in die Praxissoftware.
Was hilft, ist unspektakulär und schriftlich. Ein ordentlicher Arbeitsvertrag. Klare Regeln zu Urlaub und Überstunden. Eine Stellenbeschreibung, die sagt, was zu tun ist und wer vertritt. Ein fester Ansprechpartner ab Tag eins, auch in kleinen Praxen. Wer diesen Prozess einmal dokumentiert, muss ihn nicht jedes Mal neu erfinden.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der Abschied beginnt vor dem Anfang: Ein großer Teil der Kündigungen fällt, bevor der erste Arbeitstag da ist. Der erste Eindruck lässt sich danach kaum noch korrigieren.
- Kaltes Wasser ist kein Plan: Wer sofort mitlaufen soll, funktioniert unter der Lupe am lebenden Objekt. Das überfordert und treibt Menschen wieder raus.
- Pre-Boarding wird verschenkt: Die Wochen zwischen Vertrag und Start bleiben meist leer. Dabei entscheidet sich hier schon, wie willkommen sich jemand fühlt.
- Der Vertrag bindet: Ein durchdachter Arbeitsvertrag gibt Sicherheit – nicht eine Kammervorlage von 1998. Klarheit zu Urlaub, Überstunden und Zielen schützt beide Seiten.
- Onboarding kostet, und das lohnt sich: Zeit für die neue Kraft kannst du nicht delegieren. Wer sie investiert, verliert weniger Leute in der Probezeit.
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Links & Kontakt
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