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#38

Produktive Teammeetings in der Zahnarztpraxis

Katzenkopf, der aus zersplitternden Papier-Fragmenten hervorbricht

Tägliche Arbeitsbesprechung, monatliche Teamsitzung, klare Ergebnisse: So wird das Teammeeting zum Führungsinstrument.

Das Teammeeting in der Zahnarztpraxis

In vielen Praxen steht das Teammeeting im Kalender, weil das QM es verlangt. Einer spricht, der Rest hört zu, und alle sind froh, wenn es vorbei ist. Ela sieht zwei Ursachen: Die Führung unterschätzt die Bedeutung der Meetings, und es gibt zu viele davon. Lässt sie sich Protokolle vergangener Sitzungen geben, geht es meist immer wieder um das Gleiche. Es fehlt an Vorbereitung, Umsetzung und Konsequenz. Dabei kostet ein schlechtes Meeting doppelt: Du zahlst die Arbeitszeit deines Teams und nimmst in dieser Zeit kein Geld ein.

Elas Gegenentwurf für die Praxis mit ein bis zwei Behandlern: jeden Morgen eine Arbeitsbesprechung von 15 Minuten, dazu eine gut vorbereitete Teamsitzung einmal im Monat. Morgens geht das Team den ausgedruckten Tagesplan durch und verteilt die Aufgaben direkt. So bleibt die Teamsitzung frei für Verbesserungen, Fehlermanagement, Veränderungsmanagement und Mitarbeiterthemen. Die Themen sammelt das Team vorab auf einem Whiteboard oder in einer Datei. Wer ein Thema einbringt, bereitet es vor und stellt es selbst vor.

Jedes Thema endet mit einer Entscheidung oder mit einem festen Termin, an dem es wieder auf den Tisch kommt. Im Protokoll steht, wer was bis wann erledigt, und alle unterschreiben es. Für Ela ist das Teammeeting eines der wichtigsten Führungsinstrumente überhaupt: Hier siehst du dein ganzes Team, zeigst Wertschätzung und bekommst Feedback.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Ein Teammeeting braucht ein Ziel, nicht nur einen Termin: In vielen Praxen trifft sich das Team, weil das Zeitfenster im Kalender steht. Ohne Ziel und vorher überlegte Struktur musst du dich nicht zusammensetzen.
  • Arbeitsbesprechung statt Daily: 15 Minuten am Morgen, der Tagesplan auf Papier, die Aufgaben direkt verteilt. So kannst du reagieren, bevor der Patient auf dem Stuhl sitzt.
  • Vier bis fünf Themen, kein „Sonstiges“: Mehr kommt in die monatliche Teamsitzung meist nicht. Spontanes hat am Ende Platz, wenn das Wichtige durch ist.
  • Moderation abgeben heißt nicht Verantwortung abgeben: Die Inhaberin eröffnet, danach moderiert, wer für das Thema verantwortlich ist, etwa die Praxismanagerin oder die Sterilgutassistenz. Die Verantwortung für die Ergebnisse bleibt bei der Führung.
  • Das Teamfrühstück bleibt: Das gemeinsame Frühstück hat eine soziale Funktion. Ersetzt du es durch eine Teamsitzung, empfindet das Team das als Verlust. Das Meeting kommt zusätzlich dazu.

Erwähnte Quellen und weiterführende Inhalte

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