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Kündigung auf dem Tisch: Raus aus der Panikfalle Recruiting | #008
Warum du mit Obstkörben nur Fruchtfliegen fängst und wie du durch echte Marke statt teurer Anzeigen den Fachkräftemangel besiegst.
Kündigung auf dem Tisch: Raus aus der Panikfalle Recruiting
Wenn eine wichtige Mitarbeiterin geht, verfallen viele Chefs in Schockstarre. Die Folge: Aktionismus. Es wird Geld auf Social-Media-Agenturen geworfen, die das Blaue vom Himmel versprechen, während die eigene Praxiskultur noch im „Gelsenkirchener Barock“ feststeckt. Michaela und Klaus erklären dir, warum Recruiting erst an fünfter oder sechster Stelle einer Personalstrategie kommt.
Zuerst musst du deine „Inner Culture“ klären: Wer bist du als Chef? Welche Werte lebst du? Nur wer Profil zeigt, zieht auch die passenden Menschen an. Wir räumen mit dem Mythos auf, dass ein Obstkorb oder kostenloses Wasser heute noch jemanden lockt – das sind Selbstverständlichkeiten, keine Benefits.
Das wichtigste Learning: Eine Fehlbesetzung aus Panik kann dich bis zu drei Jahresgehälter kosten. Wir zeigen dir, wie du dein Stammpersonal einbindest, statt es durch die „Hofierung“ neuer Kräfte zu verlieren, und warum Gehaltstransparenz heute keine Option mehr ist, sondern Pflicht.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Panikfalle meiden: Wer aus Angst vor Personalmangel sofort teure Anzeigen schaltet, ohne sein Profil zu schärfen, produziert nur teure Fehlbesetzungen. Ruhe bewahren und erst die Strategie prüfen spart Zeit und Nerven.
- Obstkörbe fangen nur Fruchtfliegen: Kostenloses Wasser und Äpfel sind kein Recruiting-Argument mehr. Menschen suchen heute nach Sinnhaftigkeit (Purpose), Teilhabe und echter Wertschätzung in ihrem Job.
- Stammpersonal ist dein Kapital: Bevor du neue Leute suchst, binde deine loyalen Mitarbeiter in den Prozess ein. Wer die „Alten“ vernachlässigt und Neue übermäßig hofiert, riskiert einen massiven Vertrauensbruch im Team.
- Transparenz ist Pflicht: Vor allem die Gen Z bricht Bewerbungen sofort ab, wenn keine konkreten Zahlen zum Gehalt oder Urlaub genannt werden. Schwammige Formulierungen wie „leistungsgerecht“ sind heute ein K.O.-Kriterium.
- Inner Work vor Außenwirkung: Du kannst niemanden finden, der zu dir passt, wenn du selbst nicht definiert hast, wer du bist. Gute Führung beginnt bei der eigenen Klarheit über Werte und unternehmerische Ziele.
Viel Spaß beim Hören und – lass dich nicht von der Panik beißen!
Klaus auf LinkedIn: Klaus Schenkmann
Michaela auf LinkedIn: Michaela Prins
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Alle Episoden auf einen Blick: parsmedia.info/marketing-podcast
Recherchelinks zur Episode
Falsche Besetzungen kosten Millionen
Quelle: Roth Institut
Link: Artikel
Candidate Journey Studie 2025
Quelle: StepStone
Link: Studie
The Culture Factor („Culture eats strategy“)
Quelle: Harvard Business Review / The Corporate Governance Institute
Link: Erklärung